GRF5951

Inhouse: Führen und Entscheiden

Mit Unsicherheit leben, die Unsicherheit lieben.

Entscheiden ist eine Chance, eine Aufgabe, manchmal eine Last, vielleicht eine Überforderung. In jedem Fall: Eine Verantwortung. Sich-entscheiden-können ist eine zentrale Führungskompetenz.

Jeder möchte die richtige Entscheidung treffen und keine Chancen wegentscheiden. Entscheidungen sind niemals losgelöst von anderen Entscheidungen oder betroffenen Menschen. Die Auswirkungen von Entscheidungen sind in der Regel mehrdimensional. Deswegen ist es unmöglich, dass Entscheider von allen geliebt werden.

Sich entscheiden ist immer auch ein Risiko: Je größer das Sicherheitsbedürfnis eines Menschen ist, desto schwerer ist es für ihn, die "Rest-Unsicherheit" auszuhalten. Entscheiden ist ein ganzheitlicher Prozess: Kopf, Herz, Verstand und (Bauch-)Gefühl sind beteiligt. Ratio, Emotion und Intuition formieren sich als Ganzes, um das individuelle Sicherheitsgefühl zu maximieren.

Meist verbinden wir „Entscheidungs-Performance“ ausschließlich mit Geschwindigkeit, Risikobereitschaft und Entschlossenheit des Entscheiders. Allerdings brauchen wir gerade für komplexe Entscheidungen Kraft, Ruhe und ausreichend Zeit für Dialog und Austausch, damit es eine stimmige und tragfähige Entscheidung für das Unternehmen werden kann.

Dieses Seminar kann als persönlichkeitsorientiertes Führungsseminar (Variante A) oder als Teamseminar für einen Entscheiderkreis durchgeführt werden. Bei Variante B hat das Seminar Teamentwicklungs- und Befähigungs-Charakter und kann Teil eines umfangreicheren Beratungsprojektes sein.

Inhaltliche Schwerpunkte:

  • Reflexion der (persönlichen oder organisationalen) Entscheidungskultur
  • Das Zusammenspiel von Intuition, Kognition und Emotion
  • KAIROS – mein persönliches Entscheiderprofil (Reflexion zu Stärken und Fallen)
  • Die Phasen des Entscheidungsprozesses und meine Stärken
  • Führen in unterschiedlichen Kontexten (einfachen, komplizierten, komplexen, chaotischen)
  • Entscheidungsdynamiken in Teams (z.B. nach Ed Schein) und konstruktive Performance-Steigerung (z.B. Vier Arten des Zuhörens nach O. Scharmer; „Prämortem-Methode“ nach Gary Klein etc., Erfolgsfaktoren in Entscheidergremien nach Janus)

In der Variante B (TN-Kreis = Entscheiderkreis):

  • Self-Assessment zur Entscheidungsperformance in der Gruppe und Identifikation von Handlungsfeldern
  • Bearbeitung der Handlungsfelder (u.a. Feedback) und gemeinsame Vereinbarungen zur Zusammenarbeit als Entscheiderkreis

Fakten zum Format:

Variante A:

  • 2,5 Tage mit max. 12 TN
  • Anschließend ggfs. Einzelgespräch zur KAIROS-Auswertung und Transfergespräch

Variante B:

tbd