01.05.2006Porträt: Daniela Fuchs

Freie Beraterin bei Janus - Porträt aus dem Jahr 2006

Danielas Porträt muss mit unserer ersten Begegnung beginnen: Das war vor fünf Jahren. Sie (Jahrgang 1974) war noch Studentin der Psychologie in Marburg bei Prof. Kleinmann, der ihr Janus empfohlen hatte, da er anscheinend Gutes über uns gehört hatte. Sie besuchte uns in unserem ersten kleinen Büro in Germering. Es war ein sehr gutes Gespräch, ich war entschieden, sie sofort als unsere zweite Praktikantin für sechs Monate einzustellen. Ihre Kompetenz und Ernsthaftigkeit, ihre Sorgfalt, ihr Humor und ihre verblüffende Offenheit überzeugten sofort. Sie passte zu Janus und hatte Potenzial. Und sie war damals erst 26 Jahre alt. Am Ende des Gesprächs eine kleine Enttäuschung: Sie hatte bereits für ein anderes Praktikum bei einem Konkurrenzunternehmen (!) unterschrieben und wollte ihre Zusage keinesfalls brechen. Also: „Noch nicht - später.“ Wir hielten Kontakt und sie kam zwei Jahre danach – noch besser ausgebildet – als Praktikantin zu uns.

Gelungener Aufschub

Der Aufschub hatte beiden Seiten gut getan. Und es war nicht der letzte: Am Ende des Praktikums wollte die Mehrheit im Gesellschafterkreis Daniela Brustmann sofort fest einstellen. Nur sie selbst – unterstützt durch Martina Goldhorn – war dagegen: Sie müsse erst ein großes Unternehmen von innen kennen lernen. Dann sehe man weiter. So kam es dann. Daniela erhielt eine befristete Stelle bei BMW und begleitete dort umfangreiche Change-Prozesse im Personalressort (u. a. eine SAP-Einführung; Kenner wissen, was dies bedeutet!). Nach zwei Jahren und mit viel Wehmut („Die Kollegen bei BMW waren großartig, ich habe mich sehr wohl gefühlt und beim Abschied einige Tränen vergossen.“) kam sie passend zu unserem Umzug nach Aying erneut zu uns. Als Leiterin des Büroteams und Trainerin. 

Frühe Erfahrungen

Das Trainings- und Beratungsgeschäft ist der Tochter einer Religionspädagogin und eines Sozialarbeiters fast in die Wiege gelegt. Mit 15 Jahren begann sie die Jugendarbeit in der evangelischen Jugend, die zehn Jahre lang zu ihrem Lebensmittelpunkt wurde. Mit 16 (!) wurde sie jüngste Vorsitzende des Leitenden Kreises der Dekanatsjugend in Weilheim/ Oberbayern und verdiente ihre ersten Sporen als Führungskraft und Gremien Arbeiterin. Diese Erfahrungen sind heute für sie unbezahlbar, genau so wie die Erfahrungen mit der „Kraft, die eine Gruppe entfalten kann“ und dem „Glück, das gelungene Teamarbeit verschaffen kann“. Auch wegen dieser Erlebnisse schlägt Danielas Herz für das Thema Teamentwicklung. Das Trainerin-Sein im Offenen Programm von JANUS ist für sie eine mittelfristige Perspektive. Im Moment steht allerdings – zu unser aller Freude und Erleichterung – das Thema „Büro und interne Projekte“ für sie deutlich im Vordergrund. Mit Richarda Hofbauer und Rita Sassmann (mehr zu unserer neuen Büromanagerin im nächsten Forum!) ist sie dabei, ein Hochleistungsteam zu formen, das den veränderten Anforderungen bei Janus (neuer Standort, starkes Wachstum, neue Produkte) gerecht wird. Die ersten Ergebnisse sind für uns bereits sicht- und spürbar. Daniela hat viele geistige Interessen und ist ein – das darf ich als der Ältere vielleicht schreiben – kluger Mensch. Sie hat nicht nur unzählige Ausbildungen gemacht (u. a. in Gruppendynamik, Transaktionsanalyse, psychodynamisch systemischer Organisationsberatung, Coaching), alle (formalen) Prüfungen ihres Lebens mit Auszeichnung bestanden und wo immer es ging gelernt. Sie hat all das anscheinend auch verarbeitet und zu einem Teil von sich gemacht. Da ist nichts Angelesenes oder Künstliches an ihr. Wenn sie spricht, spricht sie selbst und ihre ausgeprägte Werteorientierung wird spürbar. Auch deshalb haben wir keinerlei Hemmungen, sie zu unseren anspruchsvollsten Kunden zu schicken und deren Führungskräfte zu trainieren. Sie selbst hat schon so viel Führungs-Kraft. Und das in diesem Alter! (Martina Goldhorn: „Carsten, das kannst Du nicht schreiben, das klingt zu sehr nach stolzen Eltern!“ Macht nichts.)

Geliebte Natur

Schon immer hat Daniela Brustmann in der Natur und bei ausgedehnten Auslandsaufenthalten aufgetankt. Vor dem Studium war ein halbes Jahr Camargue, auf einem Reiterhof, als Touristenführerin dran, „dort war ich einfach glücklich.“ Ein weiteres halbes Jahr ist sie mit einer Freundin von Los Angeles nach Bogotà gereist. Am Wochenende geht sie am liebsten in die Berge.

Was ist sonst noch wichtig? Der Bruder („Ich bin sehr stolz auf ihn! Er lebt seine Leidenschaften.“), der Freundeskreis („Im Moment sind da viele Frauen. Dort fühle ich mich beheimatet.“), Bücher, Tango tanzen (Führen und sich führen lassen!), Klettern lernen.

Ach ja: Wenn Sie ihr im Training oder im Büro einmal begegnen, fragen Sie Daniela nach ihrer „Indianerseele“. Und nach ihrem Pferd. Sie gibt gerne Auskunft ;)

(CS)

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