11.02.2013Porträt: David Dombkowski

Gesellschafter bei Janus - Porträt aus dem Jahr 2013

Es gibt Menschen, die wirken größer, als sie sowieso schon sind. David Dombkowski ist so ein Mensch. Der schlanke Zweimetermann geht, steht und sitzt völlig aufrecht. Seine  Bewegungen sind langsam und ruhig, seine Stimme ist tief und tragend, seine Ausstrahlung freundlich und zugewandt. Gute Voraussetzungen für einen Trainer/Berater!

Sonntagskind

David Dombkowski wurde 1973 in Darmstadt geboren. Er sei ein Sonntagskind gewesen, hat ihm seine Mama häufig gesagt, und  ja: Man merkt es ihm an. Da ist eine Selbst-Sicherheit, die früh erworben sein muss. Er wäre allerdings nicht bei JANUS,  wenn es nicht auch die andere Seite gäbe. Die Seite, die fragt und eben doch nicht so sicher ist: Wie wirke ich als Berater und Trainer? Wie werde ich wirksam, mache ich es richtig? In unserem Job, dessen Wirkung von so vielen Faktoren abhängt und der manchmal höchstens suboptimal gelingen will, stellt man sich – zumindest bei JANUS – früher oder später  die Frage: "Was kann ich eigentlich, was macht mich wirklich aus?" – Bei David dauert so ein Moment des Selbstzweifels  nicht lange, er kann dann schnell wieder überzeugend von seiner Arbeit in Gruppen, auch in sehr großen Gruppen, sprechen.  Davon, wie es ihn belebt, mittendrin zu sein und wie sehr ihn die Frage motiviert "Krieg' ich das jetzt hin?". Es sind die ungeplanten und unvorhergesehenen Situationen, die ihn reizen und fordern. Solche Situationen bieten ihm JANUS und  seine Kunden reichlich. 

Echte Sonntagskinder sind nicht nur recht zufrieden mit sich selbst. Man erkennt sie auch daran, dass sie andere gelten lassen können, ihnen ihre Stärken von Herzen gönnen. David kann wunderbar Feedback geben. Schon einige bei JANUS sind unverhofft in sein erstaunlich weites Blickfeld geraten und haben von ihm etwas Schönes über sich selbst erfahren. Freigiebigkeit im Feedback ist Kennzeichen einer souveränen Persönlichkeit, und David erinnert uns (zum x-ten Mal) daran, dass positives Feedback sehr nährend ist. Seine Kunden schätzen seine Fähigkeit genau zu beobachten, auf jeden Einzelnen persönlich einzugehen und ihn auf seinem individuellen Entwicklungsweg zu begleiten.

Dunkle Seite

Bevor das hier jedoch eine ultimative Lobhudelei wird: David hat auch eine dunkle Seite, eine rabenschwarze. Es ist saugefährlich, ihm einen Ball in die Hand zu geben. Eine Kollegin hat das schmerzhaft erfahren, beim Völkerballspiel  während des letzten JANUSAusfluges (ja, ja - wir machen Ausflüge und spielen dann Völkerball mit- um nicht zu sagen:  gegeneinander!). David, Ex-Handballer, hat sie abgeworfen, mitten auf die Zwölf. Das hat ihm zwar irgendwie leid getan,  aber: Sein Team hat gewonnen! So hat sich der Verdacht erhärtet, dass hinter seiner, durch tägliche Meditationssitzungen  geformten Sanftheit, ein ausgeprägter Kampfgeist und ziemlich hohe Erwartungen an sich und andere wohnen. Nun ja, eine Portion Kampfgeist kann man als Berater-Teamentwickler-Coach oftmals auch ganz gut gebrauchen!

Kindheit und Jugend verbrachte David Dombkowski in Hessen, im Allgäu und in Niederbayern, wo er Abitur machte. "Niederbayerisch war meine  erste Fremdsprache", sagt er grinsend und erinnert sich, dass er, kaum angekommen in Simbach am Inn, gleich ein  Mundartgedicht vor der Klasse vortragen musste. "Vortragen durfte", könnte man auch sagen, denn es hat ihm schon damals  Spaß gemacht, wenn alle Blicke auf ihn gerichtet waren. Auch heute gefällt es ihm, wenn er Großgruppen leitet oder  Vorträge hält, wie kürzlich vor einer Gruppe von Rotariern zum Thema „Neuroanatomie, Lernen & Persönlichkeit“. Was dort, im Vortrag, allerdings so leicht rüberkam, hat im Vorfeld einiges gekostet, denn der Diplom-Psychologe hat fachlich sehr hohe Ansprüche und bereitet sich akribisch vor. Auch wenn er sich dann - im Ernstfall - an keinen Plan hält, weil ihn  (siehe oben) das Ungeplante und Unvorhergesehene doch viel mehr reizt :-)

Reisender

"Ich lebe in Möglichkeiten." So ein Satz kommt bei ihm raus, wenn man ihn zu seinem Werdegang befragt. Und dann findet er  eine nette Unterscheidung: "Ich bin eher ein Reisender, nicht so sehr ein Suchender." Klingt gut! Seine berufliche Reise führte ihn vom Zivildienst in der mobilen Hilfe der Caritas zum Psychologiestudium in Regensburg, von dort in ein 6-monatiges USA-Abenteuer, über die Gründung einer studentischen Unternehmensberatung zum ersten Job als Berater einer  Unternehmensberatung in München. Über erste Ansätze einer Promotion, weiter zu diversen Fortbildungen in den Bereichen Persönlichkeit & Professionalisierung. Schließlich, nach einer über 6 jährigen Phase der Selbständigkeit und Gründung einer eigenen Beratungsgesellschaft, landete er als Trainer und Berater bei JANUS. Seine beruflichen Herzensthemen sind systemisch-ganzheitliche Beratungsprojekte, prozessorientierte Teamentwicklungen, Großgruppen und Konfliktmediationen. Alles, was man nicht so genau berechnen kann. Seine privaten Herzensthemen haben mit Yasmine zu tun, einer Franko-Marokkanerin. In dieser interkulturellen Alliance, über die David wunderschön spricht, ist ebenfalls eher wenig plan- und berechenbar. Gut so, Reisender, und … viel Glück! 

(CS)

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