01.07.2005Porträt: Josef Beil

Gründungsgesellschafter von Janus - Porträt aus dem Jahr 2005

„Es gibt ihn wirklich!“ Diesen theatralischen Ausruf machte einer unserer externen Trainer (es war – unnachahmlich! - Georg Stüer), als er Josef Beil das erste Mal begegnete. Bis zu diesem Zeitpunkt war Josef für ihn nur ein „Phantom“. Kein Wunder, denn lange Zeit mussten wir weitgehend auf ihn verzichten, weil er permanent in knochenharter Sanierungstätigkeit für diverse (Bau-) Unternehmen unterwegs war. 

Netzwerker

Zwei Dinge haben sich geändert, seitdem er wieder bei uns ist: Wir haben jede Menge neue Geschäftsideen und wir haben einen Laufzettel für den Zeitschriftenumlauf! (Joe, das musste sein!). Eigentlich ändert sich noch mehr: Ich kenne keinen anderen, der so gekonnt, kreativ und beharrlich Fäden zwischen Menschen spinnt. Wir bei JANUS haben unzählige Male profitiert, wenn Josef in eine scheinbar verfahrene Situation durch ein paar Fragen und Deutungen Licht gebracht hat. Ich trau’ mich kaum, es zu sagen, aber um das zu schaffen, liest er sogar die Aura! Und behauptet, das könnten wir alle, Sie auch! (Wer mehr wissen will, fragt ihn bitte direkt.)

Wie alle bei JANUS verfügt Josef Beil über einen breiten Erfahrungs- und Ausbildungshintergrund: Bundeswehrsoldat, Jurastudent, Wirtschaftsprüfer, Direktionsassistent bei einem großen Konsumgüterhersteller, Abteilungsleiter Recht und Personalentwicklung in einem Bauunternehmen, Konkurs mit eben diesem, JANUS-Gründer, das sind im Schnelldurchlauf seine Stationen.

Zwei Themen haben ihn immer begleitet: Psychologie und Führung. Schon als 16-Jährigem fiel Josef ein Buch „Einführung in die Psychologie“ in die Hände. Nicht lange danach, als Reserveoffizier im Rang eines Oberleutnants bei den Gebirgsjägern in Mittenwald („Ich hab’ in meinem Leben nicht mehr so gefroren!“), wurden ihm immer die schwierigen Führungsaufgaben zugeteilt. Kann sein, dass ihm, dem ältesten von vier Brüdern, das Führungstalent quasi in die Wiege gelegt wurde. 

„Rechts am Wald“ 

In der Familie Beil hieß der Erstgeborene immer Josef und wurde Rechtsanwalt. Als Zweitklässler schrieb Josef Beil in einem Schulaufsatz, er wolle später „Rechts am Wald“ sein (das müssen Sie bitte schnell lesen!). Das hat er geschafft! Sein Blick verschwimmt, wenn er dies erzählt und es wird spürbar, dass er gekämpft hat, um sich von den Zwängen familiärer Erwartungen nach und nach zu befreien. Schon als 22-Jähriger befasste er sich erstmals – bei Rüdiger Rogoll – mit seinem Familiensystem. Dieses Erlebnis ist ein Schlüssel in seinem Leben: Durch Rogoll hat er Kontakt mit der Transaktionsanalyse bekommen. Die TA ist heute eines seiner bevorzugten psychologischen Modelle. Durch TA-Ausbildungen hat er Anna Kirsch kennen gelernt, mit der er später JANUS gründete. Und er hat seine Leidenschaft für (familien-) systemische Zusammenhänge entdeckt.

Josef, Jahrgang 1959, ist mehrere Marathons gelaufen, den schnellsten in einer Zeit von 3:11:33. Chapeau! Ich weiß nicht, wo er seine Leidensfähigkeit her hat, aber ich weiß, dass er sie schon mehrfach gebraucht hat. „Am Leid wachsen die Menschen.“, sagt er und man glaubt es ihm. Das letzte Mal hatte er Gelegenheit zu wachsen, als er mit Freunden seinen Katamaran, die „JANUS“, baute. Eine echte Leidenschaft: Wunderschön - und finanziell ein Desaster. 

Leidenschaft

Wo wir gerade bei Leidenschaft sind: Musik! Josef Beil spielt richtig gut Sopran-Saxophon. Dieses Talent lebt er momentan zwar nur in der Ayinger Blaskapelle aus (Aying ist ein kleiner Ort bei München), aber früher hat er gejazzt. Klarinette und Saxophon hat er gelernt, weil er „in der ersten Reihe“ und nicht immer im Hintergrund spielen wollte. Das sagt viel. Auch bei JANUS strebt er immer nachdrücklicher ins Rampenlicht und wir finden das gut.

In Aying lebt er mit seiner Frau Simone („Mein großes Glück!“). Häufig zu Besuch sind seine großen Kinder aus erster Ehe, Laura (18) und Niklas (16). Der Vaterstolz ist unüberhörbar, wenn er von seiner „schönen Tochter, die schon so reif ist“ spricht und von seinem Sohn, der bereits in jungen Jahren „tolle Führungsqualitäten“ zeigt. Bis die beiden bei JANUS eintreten, wird Josef als einziger Beil bei uns die Beratungsfelder „Unternehmerberatung“, „Veränderungscoaching“, „Führungs- und Konflikttraining“ bestellen; immer seinen beiden Leitsprüchen folgend: „Der Wahrheit ins Auge schauen.“, und: „Den wirkungsvollen nächsten Schritt tun.“ Gut, dass er uns auch immer wieder an diese Weisheiten erinnert. Gut, dass es ihn gibt.

(CS)

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