07.04.2015Porträt: Tine Gasser

Gesellschafterin bei Janus - Porträt aus dem Jahr 2014

Tine singt sehr schön! Stimmliche Qualitäten werden bei Janus recht schnell hörbar, denn: Jeder Janus-Mitarbeiter bekommt von allen Anwesenden (Kunden, die gerade da sind, dürfen mitsingen!) zum Geburtstag ein Ständchen dargebracht, im Kanon, semi-professionell. Und Tine hebt die Qualität der Darbietung, eindeutig. Überhaupt, Musik: Als Jugendliche spielte sie viel und gut Klavier, bis sie „an Bach scheiterte“ und dann keinen Bock mehr hatte.

Eigentlich ...

… wollte sie sowieso lieber Saxophon spielen. Dazu kam es dann aber nicht. Wahrscheinlich hatte sie zu viel Hockey im Sinn, das spielte sie nämlich auch als Jugendliche und zwar recht gut. Und schnell. Auf nahezu jeder Position: Eben dort, wo sie gebraucht wurde. Hockey musste sie auch wieder aufhören, weil ihr der Berater- und Trainerjob und damit extreme Reisetätigkeit dazwischen kam. Mit 21 Jahren! Eigentlich wollte sie nach Abitur und Freiwilligem Sozialen Jahr im Kindergarten Medizin studieren und Kinderärztin werden, …

aber ...

… die Arbeit, die sie dann bei einem Trainingsunternehmen kennenlernte, faszinierte und forderte sie total und sie blieb dann dort, erst einmal „zur Überbrückung“. Mittlerweile wollte sie nicht mehr Medizin sondern Psychologie studieren, erhielt aber keinen Studienplatz. Nachdem sie nach einem, nach zwei, nach drei Jahren immerhin noch keinen Studienplatz aber ihre Trainer- und Beraterausbildung durchgezogen hatte, war sie im Unternehmen eine feste Größe. Sie trainierte souverän und sehr erfolgreich in hoch-intensiven, persönlichkeitsorientierten Seminaren Gruppendynamik, Transaktionsanalyse etc. für Führungskräfte, Berater und Trainer. In dieser Zeit war sie im Schnitt 2 Wochen pro Monat in Seminaren unterwegs.

„Nach vier Jahren Training in derartigen Seminaren, braucht man kein Psychologiestudium mehr“, sagt Tine lächelnd und erklärt, dass sie nunmehr – weil sie ja aus ihrer Sicht immer noch „keinen ordentlichen Beruf“ hatte – ein BWL-Studium in München startete. BWL! „Das war, kurz bevor ich mich dazu entschied, noch ein rotes Tuch für mich.“ Aber es erschien ihr eben als sinnvoll und mit dem Entschluss begann ein „unheimliches Gerenne“: Zur Uni, in die Firma, ins Seminar und zurück. Ein Gerenne, von dem sie schließlich, im Jahr 2008, ein Baby namens Luka erlöste. Luka beendete (vorläufig?) mit einem Schlag ihre Ambitionen als Diplom-Kauffrau und bremste die hyper-aktive Trainerin von 100 auf 10 herunter.

Nach Elternzeit, intensiver Mutter-Kind-Symbiose und zwischenzeitlich absolvierter Körpertherapie-Ausbildung mit Zertifikat („Den Zettel wollte ich unbedingt noch haben!“) legte Tine Gasser eine Etappe als freie Trainerin und Büro-Dienstleisterin ein und landete schließlich – im Jahr 2013 – bei Janus, als Leiterin der neu geschaffenen Angebotsabteilung.

Und ...

… hier - so denken und erleben wir - fügen sich all‘ die Erfahrungen, Fähigkeiten und Vorlieben von Tine zusammen. Nach kürzester Zeit verbesserten sich Inhalt und Form der Janus-Angebote. Wir profitieren sehr von Tines Kompetenz als erfahrene Trainerin UND ihrer notorischen Akribie in allen gestalterischen Fragen. Vor kurzem löste sie Julia Weiß, die sich nun bei Janus ganz ihrer Trainer- und Beraterleidenschaft widmet, als Büroleitung ab und wird in den kommenden Monaten das gesamte Janus-Büro durch einen Veränderungsprozess begleiten. Ihr erster Führungsjob. Dabei kommt ihr eine ihrer wichtigsten Eigenschaften zugute: „Ich finde mich überall sehr schnell zurecht.“ Ja. Und wir möchten ergänzen: Sie tut dies mit Dienstleistungsbereitschaft und Ideenfreude, allerdings - so meint sie - mit eher durchschnittlichem Organisationstalent: „Ich bin privat eher unorganisiert.“, gibt sie grinsend zu. Gut, dass sie – trotz teilweise erheblicher Belastungen im privaten Umfeld – praktisch nie ihre gute Laune verliert (das finde ich – unter uns gesagt – am bemerkenswertesten :-)).

Zwar sagt Tine, dass sie bei Janus nun „beruflich gelandet“ sei. Nach vielen ungeplanten und dann mit viel Leidenschaft ausgefüllten Positionen. Die heimliche Frage ist allerdings, wann sich ihr Trainer- und Beraterinnenherz wieder melden und Recht und Raum einfordern wird. Da wartet vermutlich noch ein Puzzle-Stück darauf, irgendwann ins Bild eingefügt zu werden.

Mindestens zur Abrundung ihrer Musikleidenschaft könnte sie zwischenzeitlich doch noch Saxophon spielen lernen. Oder sollte es doch lieber Tanzen sein? - Wohin auch immer der Strom des Lebens sie beruflich und musikalisch hinführt: Wir wären gerne in ihrer Nähe. (CS)

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