Wer heute blind einspart, bezahlt morgen die Zeche, denn er lässt die demografische Komponente des Arbeitsmarktes aus den Augen und riskiert bei seiner Führungsmannschaft echte Nachwuchsprobleme. Wer dagegen heute weiter Karrieren fördert, bekommt seine PS sofort wieder auf die Straße, wenn die Wirtschaft durchstartet.
Das Anfahren von Entwicklungsmaßnahmen braucht Zeit und Ressourcen – diese werden nach der Krise an anderer Stelle im Unternehmen benötigt.
Wenn das Klima rauer wird, gibt es immer Gewinner und Verlierer. Insofern fühlen sich viele Führungskräfte gerade als Opfer der Zeit. Doch die Erfahrung zeigt: Was heute als Karriereknick empfunden wird, ist auf lange Sicht für die meisten eine wertvolle Zeit im Leben.
Letztlich liegt die echte Kompetenz von Potenzialträgern darin, zu reflektieren, wo sie Leistung erbringen können. Tatkräftig anzupacken, ohne den Fokus auf einen direkten persönlichen (Karriere-) Nutzen zu legen, bringt in der Regel Bonuspunkte, die man später in die Waagschale werfen kann.
MG
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