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Porträt: Ina Hargesheimer

Projektassistentin bei JANUS

Ina, unsere jüngste Mitarbeiterin (geboren 1981, aufgewachsen in einem kleinen Ort in der Pfalz), ist uns im Jahr 2006 als Praktikantin zugelaufen. Verzeihen Sie bitte das Wort „zugelaufen“,das auch unsere PR-Beraterin moniert. Es passt aber irgendwie, sie hat etwas von einem ungebärdigen Welpen, der wild an der Leine zieht, sich neugierig auf Neues stürzt und oft seinen Kopf durchsetzt. Sie hatte als Studentin (Hauptfach Romanistik, Nebenfach Interkulturelle Wirtschaftskommunikation in Jena) im Internet über uns gelesen und sich für ein 6-monatiges Praktikum bei JANUS entschieden, obwohl nur ein 4-wöchiges von der Uni vorgeschrieben war. „Ich wollte nicht nur Kaffee kochen.“, sagt sie und man stimmt ihr zu. Das wäre für sie wirklich nicht angemessen. Ihre Tätigkeit hier ging dann auch weit über das Kaffeekochen hinaus. In kürzester Zeit wurde sie wegen ihrer extrem zupackenden und Probleme-sofort-lösenden Art nahezu unentbehrlich. Wir haben sie dann noch fertig studieren lassen … Ihre Magisterarbeit trägt den Titel: „Informationsstruktur im Französischen. Cleft-Konstruktionen in politischer Rede am Beispiel von Nicolas Sarkozy.“ Machen Sie nicht den gleichen Fehler wie ich, zu fragen, was dahinter steckt: Ihre Antwort wird sehr ausführlich, gespickt mit unbekannten Fremdwörtern und rätselhaft sein. Andererseits trägt sie alles mit so viel Enthusiasmus und Verve vor, dass man sie – zwar ein wenig erschöpft – knuddeln möchte. Das versuche ich das nächste Mal, um ihren Redefluss zu stoppen …

Chorleiterin

Was wirklich bemerkenswert ist: Im Alter von 15 bis 19 Jahren leitete sie zwei Chöre. Mit erwachsenen Sängern. Ihre eigene Mutter hat mitgesungen! Wo doch Chorleitung – ähnlich wie die Leitung eines Orchesters – als eine der anspruchsvollsten Führungsaufgaben gilt: Einen Haufen von spezialisierten Individualisten auf den Punkt zu einer gemeinsamen Top-Leistung zu bringen.

„Meine erste Chorprobe habe ich vorschriftsmäßig und akribisch geplant. Später machte ich das nur noch ganz grob; es kommt dann eh immer anders …“ – Kann es sein, dass sie damals schon die Grundzüge prozessorientierter Arbeit erfahren und gelernt hat? Dass wir es hier mit einem Führungs- und Trainer-Talent zu tun haben? – Einiges spricht dafür.

Mit Musik hat sie im Alter von sechs Jahren begonnen. Ihre Mutter hatte sie an das Klavier herangeführt. Mit 13 wurde sie Organistin, spielte Kirchenmusik. „Bach ist das Höchste!“ Sie ist Kirchenmusikerin im Nebenamt, hat die entsprechenden anspruchsvollen Prüfungen dafür abgelegt. Mit Mittelmaß gibt sie sich nicht zufrieden. „Was ich tue, möchte ich gut tun.“ Das zeigt sich auch in den Arbeitsergebnissen, die sie für JANUS abliefert: Perfekt!

Projekte! Projekte!

Seit August 2008 ist sie bei uns und wir setzen sie für größere interne und externe (Kunden-) Projekte ein. Ina ist z.B. verantwortlich dafür, dass JANUS (endlich!) erfährt, was JANUS alles weiß. Wir haben sie damit betraut, unser Wissens- und Dokumentenmanagement zu organisieren. Wer sich damit schon einmal befasst hat weiß, dass dies eine Herkules-Arbeit ist. Diese ist bei Ina in guten Händen – falls es ihr gelingt, den Perfektionisten in ihr im Zaum zu halten. Denn nicht die technisch korrekte, alles umfassende Datenbank soll es werden, sondern das von den JANUS-Menschen tatsächlich gelebte und gepflegte, handhabbare System.

Neben kleineren und größeren Kundenprojekten betreut Ina Hargesheimer die Produktion des JANUSforums, unsere podcasts und Teile der JANUS-Website. Sie steuert gemeinsam mit Rita Sassmann eines unserer Vorzeigeprojekte, das „DiBa Führungskräfteentwicklungsprogramm“. Dieser Kunde hat uns mit einem großen Teil seiner internen Seminarorganisation betraut und macht gute Erfahrungen damit.

Wer führt?

„Wohin führt Dich Dein Weg?“, lautet die Frage. Sie zögert, ihr Blick – wie manchmal – ein wenig unsicher, und antwortet: „Selbst Trainer sein!“ Sie weiß, dass es dorthin noch ein gewisser Weg ist und dass es Zeit und weitere Entwicklung braucht. Zuzutrauen ist es ihr allemal. „Mein Traum wäre es, meine Sprachen und das Training miteinander zu verknüpfen.“ (Sie spricht Französisch und Italienisch.) Da wären wir dabei! Und deshalb unterstützen wir sie bei all’ ihren fachlichen Fortbildungen. Zurzeit ist das eine Veranstaltungsreihe zum Thema „Gewaltfreie Kommunikation“. Das geht tief, wenn man sich darauf einlässt, und das tut sie. „Da bewegt sich etwas.“, sagt Ina und meint wohl auch: „Ich bewege mich.“ Oder: „Ich bin bewegt.“

Ihren Lebenspartner Christoph hat sie bei der Kirchenmusik kennen gelernt und ist ihm zum Studium nach Jena gefolgt. Sie tanzen zusammen Standard und Lateinamerikanisch. Die – bei Ina – unvermeidliche Frage: „Wer führt?“ beantwortet sie lakonisch mit „Inzwischen: Er!“ Das sei aber ein „Prozess“ gewesen. (So drückt sie sich wirklich aus!) „Wir haben viel diskutiert.“ (Kann ich mir vorstellen.) „Ich wünsch’ mir mehr Führung.“ (Hat sie tatsächlich zu ihm gesagt!) „Dann musst Du Dich auch führen lassen!“ (Hat er darauf geantwortet.) – Dass der Mann standhält spricht für ihn – und wahrscheinlich für ihren guten Blick bei der Partnerwahl. Bonne Chance!

CS

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