Wie sah Dein ganz persönlicher Tempowechsel in den vergangenen Monaten aus?
Ich war diesen Sommer zwei Monate mit Frau und Hund und Wohnmobil zum Polarkreis unterwegs. Im Anschluss habe ich noch drei Wochen auf meiner Berghütte gewerkelt.
Wie kamst Du mit dem anderen Rhytmus zurecht?
Leicht war es, mich von allen Informationsmedien zu trennen, von Zeitung, Handy und Fernseher. Auch der Wechsel des Tagesrhythmus, früh ins Bett, ausschlafen, langsamer werden, klappte gut. Zu akzeptieren, dass mit der Ruhe andere Themen aufkommen, z.B. wie ich unter „verschärften Bedingungen“ mit meiner Frau erfolgreich kommuniziere, war schwieriger.
Wie hast Du Deine Rückkehr in den Job vorbereitet?
Ich habe meinen Kollegen vertraut und Ihnen die Freiheit gegeben, für mich Entscheidungen beruflicher Art zu treffen. Sie haben dies toll gemacht – meine To-Do-Liste bei der Rückkehr war klein. Trotz der langen Abwesenheit war ich nach zwei Tagen wieder auf dem Laufenden. Einzige Vorgabe: Keine Termine in der ersten Woche.
Was hat Dir diese Auszeit persönlich gebracht?
Ich fühle mich reich beschenkt und spüre große Dankbarkeit denen gegenüber, die das ermöglicht haben. Für mich war es eine tolle Gelegenheit, eine erste Lebensbilanz zu ziehen. Jetzt ist mir klarer, was ich nicht mehr erreichen muss, was ich alles erreicht habe, wie es mit den Dingen steht, die ich mir irgendwann einmal bewusst oder unbewusst vorgenommen habe. Vor allem habe ich eine Ahnung bekommen, was bei mir wirkliche Glücksgefühle auslöst.
fe
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