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Resilienz: Ein Gastkommentar von Rainer Waldmann

Professor für Personalführung und International Management an der Hochschule Deggendorf

Porträt Rainer Waldmann

Wie viele sozialwissenschaftliche Themen hat auch Resilienz den Weg in die Management-Literatur gefunden. Fraglich ist allerdings, ob das ein Grund ist, das „Ende des Change Management“ auszurufen.

In Zeiten des Hyperwettbewerbs klingt die Annahme, dass menschliche Widerstandsfähigkeit auch im Erwachsenenalter trainiert werden könne, vielversprechend. Dennoch wäre es zynisch, das Problem des Umgangs mit radikalem Wandel zu individualisieren bzw. ausschließlich (widerstandsfähige) Führungskräfte dafür verantwortlich zu machen. Deshalb ist die von JANUS gestellte Frage nach Merkmalen resilienter Organisationen berechtigt und wichtig.

Einige der JANUS-Antworten könnten allerdings auch ohne den „Umweg“ über Resilienz gegeben werden: So sind die Vorteile einer hohen Eigenkapitalquote, kurzer Produktentwicklungszyklen etc. ohnehin unumstritten. Offene Kommunikation und eine werteorientierte Führung werden auch in Klassikern der Change Management Literatur empfohlen.

Was heißt das für die Managementforschung? Sollte sie mangels Erkenntnisgewinn auf das Resilienzkonzept verzichten? Sicher nicht! Die Auseinandersetzung mit Resilienz führt neue Fragen in verschiedene Management-Themen ein.

Mögliche Beispiele dafür sind:

Wenn Hypothesen zur organisationalen Resilienz systematisch in Theorietraditionen integriert werden, haben sie das Potenzial, neue Perspektiven und weiterführende Anregungen zur Verfügung zu stellen.

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