Situation & Herausforderung

Mein Chef hat's nicht im Kreuz!

Immer wieder – entweder ganz unverblümt oder eher diplomatisch – höre ich, wie sich Menschen in Organisationen in ähnlicher Weise über ihren Chef beklagen: „Der macht zwar schon seinen Job. Aber wenn’s darum geht, vor dem eigenen Chef Rückgrat ...

... zu beweisen, mal nein zu sagen oder Tacheles zu reden, dann geht er in die Knie. Das hat er nicht im Kreuz. Wofür brauch ich so einen?“ Wenn ich dann nachfrage, wie viel der Chef von seiner Meinung über ihn weiß: „Nichts.“

Das gleiche Phänomen, beide erleben vermutlich das gleiche Gefühl – Angst. Wahrscheinlich sind die gleichen Bedürfnisse im Spiel: Ich sage nicht, was ich wirklich denke, wie’s mir wirklich geht, was ich wirklich brauche. Damit befriedige ich mir zwar mein Bedürfnis nach Harmonie und Sicherheit. Aber was passiert mit dem Teil in mir, der frustriert ist, der mehr Schutz und Unterstützung braucht, der sich nach echter Kooperation und Authentizität sehnt?

Der darbt oft vor sich hin, weil die Angst die Situation über lange Strecken dominiert. Und was ist daran so schlimm – fragen Sie sich? Eigentlich nichts. Außer: Bedürfnisse, die wir über längere Zeit ignorieren und Gefühle, die wir wegstecken, produzieren innerlich viel Spannung, die sich stückweise oder manchmal  ruckartig entlädt. Das sind häufig keine großen Ereignisse: Lustlosigkeit, Zynismus, eine Erschöpfungsdepression. Nichts, was man nicht aushalten könnte.

Wir bei Janus glauben, dass es sich lohnt, sich nicht nur für Sicherheit und Harmonie einzusetzen. In uns sind so viel mehr Persönlichkeitsaspekte, die auch gehört werden wollen, die auch zu unserer Lebendigkeit beitragen. Mut und Selbstfürsorge gehören genauso zu persönlichem Wachstum wie zu erfolgreichem Wirtschaften.

Wenn hier etwas in Ihnen anklingt, was Sie gerne mit mir oder jemand anderem von Janus vertiefen wollen: Sehr gerne! Ich freue mich über Kontakt zu Ihnen!