Anna Malunat

Beratung/Training

Anna Malunat
Dem Gehenden schiebt sich der Weg unter die Füße.
Anna Malunat

Freie Beraterin bei Janus

Ausbildung / erlernter Beruf:

Dipl. Theater- und Opernregisseurin, Mediatorin BM, Supervisorin DGSv

Berufsweg:

  • Coach, Supervisorin und Mediatoren in freiberuflicher Praxis
  • Dozentin an verschiedenen Hochschulen (ASH Berlin, FHS St. Gallen)
  • Trainerin mit den Schwerpunkten Konfliktmanagement, Führungskräfteentwicklung und Körpersprache
  • künstlerisch-fachliche Prozessberaterin für Kooperationsprojekte zwischen Kultur-und Bildungsinstitutionen
  • langjährig selbständig tätig als Regisseurin an Stadt- und Staatstheatern im deutschsprachigen Raum und in Italien

Aus- und Weiterbildung:

  • Ausbildung Coaching, Supervision, Organisationsberatung DGSv
  • Ausbildung zur Mediatorin BM
  • Weiterbildung in systemischen Strukturaufstellungen
  • Weiterbildungen u.a. in Gruppendynamik, Führung, Moderation
  • Weiterbildungen im künstlerischen Bereich: Performance Laboratory, Realtime Composition, Storytelling

Trainings- und Beratungsschwerpunkte:

  • Coaching
  • Supervision (Einzel- und Gruppensupervision)
  • Teamentwicklung
  • Organisationsentwicklung
  • Führungskräfteentwicklung
  • Mediation, Konfliktberatung und Konfliktmanagement
  • Körpersprache und Präsenz

 

Kontaktinformation
Telefon: +49 8095 87338-0
Email: anna.malunat@janusteam.de

Interview mit Anna Malunat

Was liegt mir besonders am Herzen?
Sorgfalt bei der Arbeit. Und Humor...

Woran habe ich am meisten gelernt?

Als Theaterregisseurin habe ich (künstlerische) Prozesse mit verschieden großen Gruppen und Teams geleitet und gesteuert. Dabei habe ich situative und szenische Vorgänge nicht nur auf, sondern auch hinter der Bühne beobachten können.
Auf der Bühne werden Geschichten gezeigt, die auf einmalige Weise alle Facetten menschlicher Interaktion, menschlichen Kommunikationsverhaltens und Beziehungsstrukturen spiegeln. Konflikte nehmen einen tragischen oder einen komischen Verlauf und werden auf die Spitze getrieben. Und nicht zuletzt werden auch gesellschaftliche Fragestellungen verhandelt, die den Einzelnen im Spannungsfeld mit seiner Umwelt zeigen. Aber auch hinter der Bühne und im Probenprozess ist Theater ein sozialer Vorgang. In der Zusammenarbeit mit den an den jeweiligen Projekten beteiligten Menschen unterschiedlicher Professionen, dem künstlerischen Personal, Sängern, Schauspielern, mit Orchester und Chören, dem technischen Personal, den Werkstätten und der Verwaltung habe ich viel über den Einfluss struktureller und organisationaler Gegebenheiten gelernt, die für das Gelingen von Arbeitsprozessen und für das Erzielen exzellenter Ergebnisse Voraussetzung sind. 
Das war eine sehr komplexe und anspruchsvolle Arbeit, bei der ich auch die eine oder andere Schramme davon getragen habe. Durch die Bewältigung von schwierigen Momenten habe ich jedoch häufig am meisten gelernt.

Warum bin ich Trainerin/Beraterin geworden?

Der Weg von der Theaterregisseurin zur Beraterin bedeutet für mich persönlich, von der Regieposition vor der Bühne, wo ich selbst steuernd tätig war, noch ein Stückchen weiter hinaus zu rücken, etwa bis an die seitlichen Türen des Zuschauerraumes. Von dort kann ich in die Organisation hineinsehen (wenn mir auch bewusst ist, dass ich stets nur kleine Ausschnitte wahrnehme) und gleichzeitig habe ich den Blick von Außen. Beratungsarbeit ist für mich das ständige Oszillieren zwischen dem vollständigen und intensiven Einlassen mit allen Sinnen und Gedanken auf meine Klienten und den Prozess sowie gleichzeitig dem Einnehmen einer distanzierteren Perspektive, die den Blick für das Ganze und den Kontext ermöglicht.
In diesem Spannungsfeld variabler Distanzen fühle ich mich recht wohl.

Welches Projekt wartet darauf, realisiert zu werden?

Eine Doktorarbeit.

Was liegt mir besonders am Herzen?

Sorgfalt bei der Arbeit. Und Humor.

Mit wem / was kann ich überhaupt nicht?

Je länger ich überlege, umso weniger fällt mir zu dieser Frage ein. Was nicht bedeuten soll, dass ich mit allem und jedem kann, sondern vielmehr damit zu tun hat, dass mir Situationen und Verhalten von Menschen vielleicht auf den ersten Blick erschreckend, unverständlich oder abstoßend erscheinen, aber aus einer anderen Perspektive betrachtet dann doch wieder irgendwie verständlich werden. (Auch das hat natürlich Grenzen.).

Welche Erfahrung hat meinen Werdegang als Coach am meisten geprägt?

Zu sehen, dass Klienten in der Regel sehr genau wissen, welches für sie die bestmögliche Lösung und welches der passende Weg dorthin ist und darauf zu vertrauen, dass sie ihn finden und in ihrem Tempo zurück legen: Dem Gehenden schiebt sich der Weg unter die Füße. Zu merken, wie viel in einem Schweigen passieren kann, wenn es ein empathisch-aufmerksames Schweigen ist. Zu erkennen, dass es auch oft um das Weglassen und Loslassen geht und nicht - wie man im allgemeinen Optimierungswahn vorschnell annehmen könnte - um das Hinzufügen. („Kopfschmerz ist kein Aspirinmangel.“)