Mein Weg als Beraterin bei Janus
Unsere Young Professional Clara-Luise Gördes über ihren Weg zu Janus – vom Studium über das Praktikum und die systemische Coachingausbildung bis hin zu ihrer heutigen Rolle als Beraterin. Sie zeigt, warum für sie gelingende Veränderung immer bei den Menschen beginnt, welche Haltung ihre Arbeit prägt und welche Bedeutung echte Stärkenorientierung dabei hat. Zudem gibt sie Einblick, wie sie Entwicklung als fortlaufenden Prozess versteht – in Kundenprojekten ebenso wie im Miteinander bei Janus.
Fünf Jahre zurück: Ich war mitten im Studium – neugierig auf Strategien, Strukturen und Veränderungsprozesse. Gleichzeitig interessierte mich, was hinter all dem liegt – wie Menschen in Organisationen wachsen, führen, zusammenarbeiten und Wandel gestalten. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich bereits unterschiedliche Unternehmensrealitäten kennengelernt – oft mit starkem Fokus auf Zahlen, Prozesse und Zielerreichung. Umso stärker wurde in mir die Überzeugung, dass erfolgreiche Veränderung nur gelingt, wenn die Menschen in jedem Schritt mitgedacht werden – mit ihrer Haltung, ihren Stärken und ihrer Möglichkeit, sich einzubringen.
Im Rückblick fühlt es sich wie ein Glückstreffer an, dass ich damals auf ein Praktikum bei Janus gestoßen bin – ein Ort, an dem Transformation nicht nur in Prozessen, sondern immer auch mit Menschen gedacht wird.
Ein Perspektivwechsel
Die erste Zeit bei Janus war für mich ein Perspektivwechsel: Fragen zu stellen, statt vorschnell zu antworten. Raum geben, statt zu kontrollieren. Ich durfte lernen, erleben und gestalten – alles gleichzeitig. Rückblickend war das eine steile Lernkurve, verbunden mit Herausforderungen, vielen Impulsen und unglaublich viel Vertrauen.
Ein besonders prägender Abschnitt war dabei auch die systemische Coachingausbildung bei Janus. Nicht nur, weil ich dort methodisch viel gelernt habe – sondern weil ich erfahren durfte, was es wirklich heißt, Menschen in ihrer Entwicklung zu begleiten: nicht steuern, nicht beschleunigen, sondern Raum geben, Klarheit fördern und Vertrauen schenken. Jedes Modul hat mir dabei gezeigt: Alles ist eine Intervention – ein Satz, ein Schweigen, ein Blick. Ich habe gelernt, in echten Dialog zu gehen, blinde Flecken zu erkennen, Feedback nicht nur zu geben, sondern auch anzunehmen. Und vor allem: im Prozess zu bleiben. Diese Ausbildung war definitiv keine Komfortzone, sondern ein ehrlicher Spiegel – und die beste Vorbereitung auf meine spätere Rolle.
Meine Arbeit heute
Heute begleite ich als Beraterin ganz unterschiedliche Projekte: An einem Tag stehe ich in einem Modul eines Führungskräfteentwicklungsprogramms und begleite Teilnehmende durch ihre persönliche Entwicklungsreise. Am nächsten unterstütze ich ein Team dabei, wieder in einen offenen Dialog zu kommen – über die gemeinsame Zusammenarbeit, gegenseitige Erwartungen und das, was in all diesen Themen oft unausgesprochen bleibt. Und dazwischen entwickle ich gemeinsam mit Kolleg:innen neue Konzepte für unsere Kund:innen. Kein Tag gleicht dem anderen – und genau das liebe ich an meiner Arbeit.
Meine Haltung
Die Vielfalt meiner Projekte ist immer auch ein Lernraum – voller neuer Perspektiven, Erfahrungen und Impulse. Orientierung gibt mir dabei eine Haltung, die bei Janus von Anfang an gelebt wird: offen sein, aufmerksam beobachten und in Beziehung bleiben – gerade dann, wenn noch keine Klarheit herrscht.
Oft sind es die kleinen Veränderungen, die Großes bewegen: ein Gedanke, der Resonanz erzeugt. Ein Perspektivwechsel, der Handlungsspielraum schafft. Ein Satz, der nachwirkt. Entwicklung gelingt, wenn wir mit dem arbeiten, was schon da ist. So erlebe ich es zum Beispiel in Team-Feedbackrunden: Wenn Sätze fallen wie „Deine Fähigkeit, Struktur in unsere Diskussionen zu bringen, gibt mir Orientierung und Sicherheit“ oder „Deine ruhige Art hilft mir, in stressigen Situationen den Überblick zu behalten“, wird spürbar, welchen Unterschied individuelle Stärken machen – für die einzelne Person ebenso wie für das gesamte Team. Solche Rückmeldungen eröffnen neue Perspektiven, stärken das Vertrauen in die eigenen Ressourcen und zeigen zugleich, worauf Teams bereits bauen können.
Genau darin zeigt sich für mich die Kraft einer echten Stärkenorientierung – nicht als Methode, sondern als innere Überzeugung, die einen Unterschied macht. Für mich bedeutet das, Potenziale sichtbar zu machen, statt Defizite immer wieder in den Blick zu nehmen. Vertrauen zu schaffen, wo Unsicherheit ist. Und Räume zu öffnen, in denen sich Menschen so zeigen können, wie sie sind, mit allem, was sie mitbringen.
Ausblick
Entwicklung ist für mich kein einmaliges Ereignis, sondern ein fortlaufender Prozess. Sie entsteht in Projekten ebenso wie im täglichen Miteinander – in Gesprächen, Entscheidungen und gemeinsamen Herausforderungen. Was Janus für mich besonders macht, ist, dass ich diese Haltung nicht nur in Kundenprojekten leben darf, sondern auch intern erlebe: durch Supervision, kollegiale Beratung und ein Umfeld, das psychologische Sicherheit ernst nimmt.
Ich freue mich auf alles, was kommt – und auf viele weitere spannende Projekte, Begegnungen und gemeinsame Erlebnisse.