24.11.2014Porträt: Sarah Scheurer-Kumbier

Gesellschafterin bei Janus - Porträt aus dem Jahr 2014

„Ich bekomme hier viel Anerkennung für etwas, was mir leicht fällt.“ Dies ist eigentlich ein schöner Satz und ein schöner Start für eine neue Mitarbeiterin. Oder?

Ganz so einfach ist es für Sarah nicht. Am Anfang hat es sie sogar eher irritiert, dass bei Janus die Menschen so im Mittelpunkt stehen. Ermutigendes Feedback, intensive fachliche Sparringgespräche und explizites Interesse an ihrem Wohlergehen.  Ist das alles echt? Ist hier irgendetwas faul? In ihren bisherigen prägenden Lebensstationen Leistungssport und Konzernwelten war dafür nur am Rande Raum…

Leistungssport

Als ehemalige Leistungssportlerin (Basketball-Bundesliga, Nationalmannschaft) ist Sarah Feedback gewohnt. Im Training, während harter Spiele, redet man kein bisschen um den heißen Brei herum. Anerkennung gibt es sofort, Kritik ebenfalls, gepaart mit deutlichen Hinweisen zur Verbesserung. Klare Worte, klare Anleitung, sofort ausprobieren. Try, fail. Try again, fail again, fail better. Wertschätzung drückt sich hier nur teilweise durch die intensive Beschäftigung miteinander und das fühlbare Interesse an der Entwicklung des anderen aus. Leistung steht im Mittelpunkt. Punkt. Und die Dynamiken in Hochleistungsteams bieten viele Parallelen zur Unternehmenswelt. Hat Sarah mit ihrem Erfahrungsschatz als Sportlerin Führungskräften etwas mitzuteilen? – Ja. Probieren Sie es aus!

Raum

Ein Gespräch mit Sarah ist besonders. Da ist sofort ganz viel Raum. Echtes Interesse, gemeinsames Forschen, viel Aufmerksamkeit für ihr Gegenüber, nichts, aber auch gar nichts Besserwisserisches, dabei großes Selbstvertrauen, besser Selbst-Gewissheit, gepaart mit erheblicher Verunsicherbarkeit in der Sache :-) Was für eine angenehme Mischung! Wir haben sie an einem unserer internen Janus-Werkstatttage erlebt, die Novizin durfte gleich einen ganzen Tag für die hartgesottene Trainer-Bagage zu einem ihrer Spezialgebiete (Gesundheitsmanagement) durchführen. Sie war gut vorbereitet, ja, und auch angemessen aufgeregt, ok, und sie hatte einen guten roten Faden, auch gut. Gleichzeitig hat sie durch WIRKLICH offene Fragen und spontane Abweichungen vom Fahrplan, genau das richtige Maß an Chaos produziert und erlaubt, aus dem Kreativität, Erkenntnisse und Ergebnisse entstehen. Genau das, was wir für Janus und für unsere Kunden brauchen.

Zu ihren Lebens-Fakten: Geboren 1979, aufgewachsen in Göttingen, als 14-Jährige viele Wochenenden alleine im Olympiastützpunkt in Heidelberg wegen Basketball-Karriere, mit 15 jüngste Bundesliga-Spielerin, Basketball- und Ausbildungs-Stationen in Köln, Berlin, Springfield (USA), Reisen durch Europa sowie nach Australien, Ägypten, Kanada, drei Kreuzbandrisse, Ausbildung zur Verlagskauffrau bei DuMont in Köln, ein Semester VWL in Berlin, Studium der Sozialwissenschaften in Göttingen und Mannheim mit erfolgreichem Diplom-Abschluss, Personal-Trainerin in einem Fitness-Studio in Mannheim, Surflehrerin auf Norderney, Praktikantin/Verfasserin einer Diplom-Arbeit bei BMW in München (dort Daniela Fuchs kennengelernt, das ist die Verbindung zu Janus), Projektleiterin bei SAP in Walldorf (people development), Beraterin/Trainerin und PR-Verantwortliche bei ifas (Institut für angewandte Sozialfragen) in Göttingen, verheiratet mit Markus, zwei Kinder, 6 und 4 Jahre alt, seit 2014 bei Janus in Aying. Puh.

Stärken und Leichtigkeit

Bei Janus können Sie Sarah Scheurer-Kumbier in Führungstrainings, bei Moderationen und Teamentwicklungen sowie in knackigen Konfliktfällen als Begleiterin erleben. „Ich mag es gerne, gefordert zu sein.“ Außerdem besetzt sie das Spezial-Feld Gesundheits- und Stressmanagement.

Wie ist sie eigentlich Beraterin und Trainerin geworden? „Markus sagt, dass, seitdem er mich kenne, ich schon immer davon gesprochen habe, Trainerin sein zu wollen. Das war mir gar nicht so bewusst.“ In ihren Mannschaften war sie meist der Captain, sie war – wo sie auch hinkam – sofort der Vermittler zwischen Parteien und Positionen und ihre Augen leuchten, wenn sie davon spricht, wieviel Spass es ihr macht, mit Stärken zu arbeiten und aus den Menschen herauszuholen, was in ihnen ist. So, wie sie es selbst bei ihren besten Trainern erlebt hat. „In uns steckt so viel! Und: Man kann es wecken.“ Na, wenn das nicht zu uns passt. Und wenn das nicht damit zu tun hat, herauszufinden, was einem LEICHT fällt :-) (CS)

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